Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Knapp eine Woche ist es her da schrieb ich, dass sowohl für das anstehende Spiel gegen St. Pauli als auch für das letzte Heimspiel gegen Nürnberg die JustPay Karte genutzt werden könne. Diesen Text hatte ich natürlich vorher intensiv mit dem Vorstand für Finanzen besprochen, da mir JustPay schon immer  suspekt war und gerade im Insolvenzfall gerne Gelder einbehalten oder sogar zurück gefordert werden. Mir waren zwei Dinge wichtig:

  1. Dass die Standbetreiber ihr Geld erhalten
  2. Dass die Fans und Karteninhaber ihr Geld erhalten

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt weiterlesen

Das Ende von JustPay

Das lange erwartete Ende der Bezahlkarte im Fritz-Walter-Stadion ist wohl gekommen. Die Firma Payment Solutions Services GmbH aus der Schweiz mit Sitz in Hamburg hat beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Die Schwierigkeit ist nun, dass die Standbetreiber und die Karteninhaber im Grunde auf einer Zeitbombe sitzen.

Der Standbetreiber erwartet, dass seine Waren bezahlt werden. Der Karteninhaber, dass etwaiges Guthaben auf der Karte zurückgezahlt wird.

Nach Rücksprache mit dem Vorstand für Finanzen, Michael Klatt, gibt es wohl eine Einigung zwischen dem vorläufigen Insolvenzverwalter und dem 1. FCK e.V. wonach die letzten beiden Spieltage „normal abgerechnet“ werden können. Das bedeutet, dass der Standbetreiber sein Geld für die verkauften Waren erhält.

Einzig einen Run auf die „grünen Männchen“, also die JustPay Kartenverwalter sollte unterbleiben, da diese sicherlich nicht genügend Bargeld dabei hätten, um die Auszahlung aller Guthaben auf den Karten vorzunehmen.

Das bedeutet im Klartext:
„Fresst und sauft was die Karte hergibt. Ladet maximal den Betrag auf die Karte, den ihr auch verbraucht“. 

Eine Kuriosität am Rande ist, dass im Gegensatz zum 1. FCK bei der Eintracht Frankfurt lediglich das kommende Heimspiel gegen Wolfsburg abgesichert ist. Wohingegen das letzte Heimspiel der Eintracht am 34. Spieltag gegen Leipzig bis jetzt noch nicht vom vorläufigen Insolvenzverwalter „freigegeben“ wurde.

Seit Jahren bemängelt die Perspektive FCK das Zahlkartensystem JustPay. Es ist nicht die erste Insolvenz der Muttergesellschaft die schon einige Male gewechselt hat und die Firmensitze verlegte. Dass es nun mit einem Mal so abrupt zu Ende geht ist bedauerlich, da die Führungsriege des 1. FCK e.V. mehrfach auf die Missstände hingewiesen wurde. Ebenso bitter ist, dass ausgerechnet für die letzten drei Heimspiele der 1. FCK e.V. die Werbekampagne mit den 5 Euro Guthaben auf der Karte betrieben hat.

Hoffen wir alle, dass es am Ende für den 1. FC Kaiserslautern e.V. gut ausgeht und der Verlust nicht allzu hoch sein wird.

Hier noch ein Artikel, den ich im Oktober 2014 zur damaligen Situation von JustPay schrieb -> http://www.fankultur.com/blog/jocheng/1818-das-geld-ist-nicht-weg,-es-ist-nur-woanders

Und setzt Du einen Pyro ein, dann nehm‘ ich Dir den Führerschein

Polizei_KL_ - 1Die Saison 2015/2016 hat begonnen und im Vorfeld des Spiels beim MSV in Duisburg ergingen wieder nette Briefe der Polizeidirektion Kaiserslautern. In einer solchen „Gefährdungsansprache“ gegenüber einem Anhänger des 1. FC Kaiserslautern e.V. weist die Polizei darauf hin, dass bei gewalttätigen Straftätern künftig sehr konsequent und mit niedriger Einschreitschwelle vorgegangen werden wird. In dem vorliegenden Schreiben wird auf die „Exzesse“ vor und nach der Begegnung gegen den KSC hingewiesen. Abgesehen von dem Umstand, dass die „Exzesse“ nach dem Spiel gegen den KSC im Oktober des Jahres 2014 wohl auf ein Versagen des Ordnungsdienstes und ein sehr spätes Eingreifen der Polizei im Stadion entstanden ist, offenbart dieses Schreiben gleichzeitig, dass die Zeit der De-eskalation offenbar vorüber ist und nun wieder das Motto „Knüppel aus dem Sack“ angewandt werden soll.

Und setzt Du einen Pyro ein, dann nehm‘ ich Dir den Führerschein weiterlesen