Material JHV 2014

JHV 2014 des 1. FCK – Die Propagandaveranstaltung der Führenden

„Wer bezahlt, bestimmt die Musik“ sagt ein Sprichwort. Selten hatte diese Weisheit mehr Bedeutung bei einer Jahreshauptversammlung, als in diesem Jahr bei der des 1. FC Kaiserslautern e.V..

jhv14_gruenewalt51Als „richtungsweisend“ immer wieder auf den Besuchen in den Fanregionen dargestellt wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, dem Mitgliedervolk mal so richtig einzuheizen. Hatte man seitens der aktuellen Vereinsführung seit Jahren keinerlei Interesse an neuen Mitgliedern, sprang diese Zahl in den vergangenen Wochen sprunghaft um nahezu 500 Neumitglieder an. Da wurde schon mal am Freitagabend währende dem Spiel gegen Darmstadt 98 ein altgedientes Ross der Führungsriege mit netten Hostessen und Mitgliedsanträgen durchs Stadion geschickt, um Stimmvolk „einzukaufen“. Mitgliedsanträge wurden auch noch am Eingang zum Festzelt  Veranstaltungszelt ausgefüllt und direkt Bar der Mitgliedsbeitrag bezahlt. Es sollen sogar Neumitglieder ohne Bezahlung Stimmgerät und Stimmkarte ausgehändigt bekommen haben. Na, wenn das mal nicht gegen die Satzung (Art. 5 Abs. 5) verstößt. Interessiert aber vermutlich wieder Niemanden, wie bei so vielen Verstößen unserer Vereinsführung, Aufsichtsrat und Ehrenrat gegen die Satzung.
Ebenfalls ein Novum war, dass die gesamten wahlfähigen Jugendmannschaften und die Lizenzmannschaft, ebenso wie die gesamte Geschäftsstellenmitarbeiter aktiviert wurden und mit Stimmgeräten und -karten bewaffnet den Raum betraten. So langsam dämmerte es, weshalb die Halle-Nord mit ca. 800 Pläten Kapazität nicht ausreichen würde und warum die Vereinsführung aus diesem Grund das Festzelt Veranstaltungszelt in weiser Voraussicht hatte aufstellen lassen. Bei der Feuerwehr waren wohl 1.900 Personen maximal für diese Veranstaltung gemeldet. Waren doch in der Vergangenheit nur 2007 (1.126), 2008 (930) und bei der aoMV 2012 (2.291) Mitglieder in der Größenordnung von 1.000 oder mehr anwesend. Im Normalfall beträgt die Anzahl eher ca. 500-600 Mitglieder.
Also hier hat die Vereinsführung ihre Hausaufgaben durchaus erfolgreich erledigt und mit der „Kontinuität“-Kampagne und entsprechenden „Goodies“ offenbar etliche Stimmen in das Zelt locken können, bei denen die Stimmvergabe eher „Vorstandskonform“ denn dem „Neuanfang“ entsprechen würde.

Was aber dann ab 14 Uhr folgte war eine perfekte Inszenierung. Dramaturgisch genial von den Darstellern präsentiert. Es wurde nichts dem Zufall überlassen. Nicht der geringste Zweifel sollte am Ende des Abends bleiben, wer die Musik bezahlt hat. Als um 21:50 Uhr die Mikros abgeschaltet wurden musste sich manch einer der Anwesenden Augen und Ohren reiben, welche Propagandamaschinerie da gerade über sie hinweg gefegt ist. Sicherlich haben einige der Anwesenden bis heute noch nicht überblickt, was man da mit ihnen veranstaltet hat.

Der Sündenbock

Wie bei allen wirklich ernsthaften Propagandaveranstaltungen braucht man einen Sündenbock. Nun, hätte man mich vor der Veranstaltung gefragt, ich hätte auf René Quante vom Bund der Steuerzahler gewettet. Aber die dramaturgischen Berater haben sich, wohl aufgrund der Aktualität, auf einen Journalister der FAZ gestürtzt. Hatte Michael Ashelm doch die Dreistigkeit besessen, am Mittwoch vor der JHV einen Artikel unter dem Titel „Pfälzer Wahrheiten“ zu veröffentlichen in dem er die Situation rund um den 1. FC Kaiserslautern noch einmal zusammenfasst und den Dauerstreit mit dem Bund der Steuerzahler aufnimmt und den, ebenfalls dramaturgisch zum richtigen Zeitpunkt eingegangenen „EU-Bescheid“ zur Prüfung des neuen Pachtmodells und dem Rückkaufswert des Fröhnerhofs (Nachwuchsleistungszentrum) in Frage stellte.
FCK_JHV_2014_3An diesem Abend war Michael Ashelm im Zelt und war als Sündenbock und Ziel aller schmutzigen Kampagnen auserkoren. Angefangen von einem „Dringlichkeitsantrag“ eines Mitglieds (wobei dieser Beweis fehlt) über den nicht abgestimmt, der aber dennoch vom Finanzvorstand Grünewalt „behandelt“ wurde. Was alleine in dieser „Behandlung“ des Antrags, der im Grunde erst am Ende der Veranstaltung – wenn überhaupt – hätte behandelt werden dürfen an direkten, persönlichen Niederträchtigkeiten abgesondert wurde, dafür habe ich mich geschämt. Völlig unabhängig von dem Inhalt des Artikels, ob die darin erhobenen Vorwürfe belastbar sind oder nicht, was Fritz Grünewalt dort als Grundlage säte und über den Aufsichtsratschef  Rombach weiter gedüngt wurde gipfelte am Ende in dem Statement des Ehren(los)rats Schappert. Man glaubt nicht, dass gerade die letzten beiden Personen auch noch Professor sind. Assoziationen zum Buch „Die Welle“ sind durchaus zulässig. Hätte Herr Kuntz auch noch zum „teeren und federn“ aufgerufen, der Mob hätte es getan. Die Stimmung im Zelt war kurz davor, ein persönliches Opfer für die Schmach der zweiten Liga zu fordern.
Aber genau diese dumpfe Stimmung, diesen Schulterschluß, dieses „Reihen schließen“ war notwendig, damit der Rest des Abends genau so verlaufen sollte, wie er es dann letztlich auch tat. Unglaublich wie einfach und simpel dieses Rezept funktioniert.

Das Spiel mit der Zeit

FCK_JHV_2014_2Eine Mitgliederversammlung die auf einen Totensonntag um 14 Uhr beginnt, bei der in der Einladung der Satz enthalten ist “ Es wird darauf hingewiesen, dass die Jahreshauptversammlung je nach Dauer der Abhandlung der einzelnen Tagesordnungspunkte über 24 Uhr hinaus andauern könnte; …“ sollte schon frühzeitig für Skepsis sorgen. Steht doch in diesem Jahr, neben den Berichten, auch noch die Wahl des Aufsichtsrats, des Ehrenrats und der Rechnungsprüfer an.
Da die gesamte Veranstaltung aber, wie oben erwähnt, lediglich bis 21:50 Uhr dauerte, sollten doch alle Mitglieder genügend Zeit gehabt haben, um ihr Anliegen vorzubringen. Sollte man meinen.
Um die Zahl aufzulösen, die Vereinsführung (Vorstand, Aufsichtsrat, Ehrenrat und Rechnungsprüfer) nahmen sich 6 Stunden und 25 Minuten Zeit, für die Mitglieder mussten 1 Stunde und 25 Minuten – maximal – herhalten. Deshalb maximal, weil in diesen 1:25 Stunden einzige die Möglichkeit gegeben war, dass Mitglieder zum Mikrofon laufen konnten – das stand im übrigen 10 Meter vom Führungspodest entfernt und ca. 50 Meter von der hintersten Reihe – und in maximal zwei Minuten eine Frage stellen durften, die dann (immer noch in diesen zwei Minuten) vom entsprechend angesprochenen Organ beantwortet wurde. Nachfragen blieben, wenn überhaupt möglich, im Gong der das Ende der Redezeit signalisierte stecken. Offene, transparente Aussprache sieht anders aus. Ebenso auffällig ist, dass die erste Wortmeldung erst nach knapp fünf Stunden Redezeit der Vereinsführung möglich war.
Das Spiel mit der Uhr war, wenn man sich die einzelnen Tagesordnungspunkte und die dazugehörigen Zeiten mal genauer betrachtet, durchaus geplant.
Als dann nach fünf Stunden und 45 Minuten das Prozedere zur Wahl des Aufsichtsrats begann, waren alle Menschen im Zelt eingelullt und wussten kaum noch, wie sie auf den extrem unbequemen Stühlen noch sitzen sollen. Nun stellten sich die Aufsichstratskandidaten in einer dreiminütigen Rede vor. Abgesehen von einem Kurzinterview im Mitgliedermagazin, das Montags bzw. Dienstags bei den Mitgliedern eintrudelte, somit die erste „offizielle“ Möglichkeit sich einen Eindruck über die 13 Kandidaten zu verschaffen. Da sich der Vorsitzende des Ehren(los)rats, der diesen Abschnitt der JHV leitete auch noch dazu hinreissen ließ, den einen oder anderen Seitenhieb „der einzige aktuelle Aufsichtsrat, der 5.000 Euro Aufwandsentschädigung erhalten hat“ oder durch die gut vier Stunden vorher stattgefundene Ehrung eines „alten“ AR-Kandidaten mit einer Laudatio versehen hat, zog sich diese Vorstellungsrunde erneut eine Stunde.

Erst um 20:45 Uhr konnten dann die Mitglieder, mittlerweile weichgeklopft und ermüdet, ihre Fragen an die Kandidaten stellen. Aber auch nur, weil es einen Antrag zu dieser Fragerunde gab. Sonst hätte auch diese Möglichkeit der Mitglieder, sich ein eigenes Bild der Kandidaten zu verschaffen, nicht statt gefunden. Natürlich war die Redezeit der Mitglieder auf zwei Minuten begrenzt. Leider waren die Fragen die gestellt wurden alle recht dünn und schwach. Als ganz zum Schluss der Abteilungsleiter der Traditionsmannschaft ins Rennen zog wurden wieder die nächsten Sündenböcke durch die Arena getrieben. Da gibt es doch tatsächlich zwei Personen die als Kandidaten antreten und (zumindest eine davon) Mitglied der „Perspektive FCK e.V.“ sind. Jener teuflischen Verbindung, die den 1. FC Kaiserslautern zerstören möchte und einzig das Ziel verfolgt, dem Teufel die Macht über den 1. FCK zu übertragen und alle Jungfrauen und unschuldigen Vereinsführer dem Belzebub zum Fraß vorwerfen wollen. Ja genau, dieser Abteilungsleiter Höfli handelte offenbar auf Geheiß des Allmächtigen und attackierte, weit über die Redezeit und Gongs hinaus am Ende drei der Kandidaten. Wurden beim kritischen Hinterfragen von Bilanzzahlen dem Fragenden das Mikro gnadenlos abgedreht, so konnte dieser Herr Höfli ungehindert seinen Unfug in die Welt posaunen und erneut die Saat in den Raum streuen, dass diese drei Kandidaten vom Bösen besessen sind und am Besten einem Exozismus unterzogen werden müssten. Da eine hiervon betroffene Kandidatin auch noch hochschwanger ist, war im Geiste sicherlich „Rosemaries Baby“ Pate für diese Inszenierung.
Auf alle Fälle waren nach zehn Minuten alle Fragen und Mitglieder, sowie Kandidaten erschöpft. Es ging zur Wahl.

jhv14_2Es kam wie es kommen musste. Nach ca. zehn Minuten stand das Wahlergebnis, dank modernster und deshalb nicht nachvollziehbarer Technik, fest. Einen Sieger gab es. Ein neues Gesicht. Ein neuer Stern am FCK-Himmel. Ob es ein dauerhafter Fixstern wird oder aber nur eine Sternschnuppe wird sich in den kommenden drei Jahren zeigen. Der Name „Riesenkampff“ war offenbar Programm. Diejenigen, die in der Phase des „Neuen Marktes“, der „New Economy“ oder des „“Telekom-Aktienrausches“ viel Geld verloren haben sollten auf diesen Typ Mensch ein Auge werfen. Ein Kandidat, der aus dem Nichts auftaucht, die Klaviatur der „Buzz-Words“ beherrscht aber auf aktuelle Kernthemen wie Fanabteilung oder Ausgliederung noch keine Meinung hat, kennt sich nicht wirklich aus in diesem Verein. Vermeintlich lockte der Anschein mit viel Geld im Hintergrund und offenbar erhoffen sich zahlreiche Wähler, dass hier endlich das „scheue Reh“ in die Pfalz gefunden hat. Nun denn. Mit Matze Abel einen ehemaligen Spieler auf Platz zwei der Stimmen zu finden lässt ein wenig hoffen. Ob er diesem Anspruch gerecht wird, auch das wird sich noch zeigen.
Das Trio am „Ende“ der Stimmenliste, die noch über dem Strich stehen ist der Teil der „Kontinuität“ und somit wohl für die nächsten drei Jahre das Gremium der Bewunderer der Führung dieses Vereins.

Die nächsten drei Jahre werden zeigen, ob diese Wahlen richtungsentscheidend waren. Es wird sich zeigen, ob die fehlende Aufsicht und Kontrolle des neu gewählten Rates das wenige zur Verfügung stehende Geld in die Taschen einiger, weniger Akteure auf „dem Berg“ fließen lassen und damit die Substanz dieses Vereins, die ja angeblich gegeben sein soll, auch tatsächlich diese Belastung aushält. Es war eine Niederlage für diejenigen, inklusive mir, die gehofft hatten, dass ein Wechsel der Mehrheiten im Aufsichtsrat für eine bessere, weil ausgewogenere Zukunft des Vereins steht.

Ausgliederung

FCK_JHV_2014_4Das Unwort des Abends, neben Kontinuität und Fakt, war „angemessene Ausgliederung“. Der externe „Experte“ Dr. Carsten Schlotter zeichnet das Gespenst des Wegfalls der Gemeinnützigkeit. Das Gemälde umfasst Aussagen, dass nach dem Wegfall der Gemeinnütigkeit der FCK als oHG angesehen würde und die heutigen Mitglieder sich dann in der Haftung befinden „könnten“. Ebenso werden Schreckensbilder gemalt, dass der 1. FCK zukünftig keine Lizenz mehr erhalten wird, wenn die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Das alles wird damit begründet, dass der Verein letztlich so lange Verluste macht und wir ein negatives Eigenkapital (Vereinsvermögen) besitzen. Auf Dauer wird sich das Finanzamt so etwas nicht gefallen lassen.
Auch hier wurde bewusst auf das Abschreckende gesetzt. Steht doch schon in der Anlage zum Jahresabschluss, quasi als Vorbereitung auf diesen Vortrag, „Im Abschlussgespräch der letzten Betriebsprüfung wurde der Verein sehr deutlich darauf hingewiesen, dss die Rechtsform e.V. bei der wirtschaftlichen Situation und Entwicklung sehr prekär ist. Dementsprechend prüft der Vorstand seitdem die Möglichkeit dieses Risiko abzuwenden, bzw. für die Zukunft Rechtsformsicherheit zu schaffen„.
Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Fragte ich mich noch, warum der Verein ständig von der Hand in den Mund oder sogar darüber hinaus lebt, könnte man nun fast Absicht unterstellen, um als Argument für die Ausgliederung das Gespenst der Aberkennung der Gemeinnützigkeit zu zeichnen. Einen Investor gibt es nicht. Somit kann das „klassische“ Argument der Ausgliederungsfreunde, der bessere sportliche Erfolg durch mehr Geld, nicht greifen. Offen zugeben, dass man die Mitgliederrechte wie Rederecht auf einer JHV, Einsichtnahme in den Jahresabschluss etc. nicht mag, kann man natürlich auch nicht. Was bleibt noch übrig? Das Gespenst der Gemeinnützigkeit. Ein Mitgliedsantrag, der bei einer möglichen Versammlung zur Ausgliederung dieses als einzigen Tagesordnungspunkt haben wollte, wurde nicht ganz so deutlich formuliert und spät am Abend angenommen. Wir dürfen gespannt sein, ob die angekündigte außerordentliche Mitgliederversammlung zum Thema Satzung nicht zufälligerweise auch noch die Abstimmung zur Ausgliederung beinhalten wird. Denn irgendwie hatte sich im Vorfeld der JHV Herr Kuntz verplappert, als er von Investitionen in das Nachwuchsleistungszentrum nicht vor Ende 2015 sprach. Also offenbar zuerst Ausgliederung, dann Invest. Ein weiteres Jahr wird also hier die Betze-Anleihe, die zum Zweck des Rückkaufs und des Aus- bzw. Umbaus des Fröhnerhofs ausgegeben wurde, als Liquiditätspuffer und somit für die Absicherung der Lizenz gegenüber der DFL herhalten.

Satzungsänderungen

Da die bisherigen Satzungsänderungen, also die im vergangenen Jahr verabschiedeten, angeblich mit Fehlern übersät sind, soll nun ein Experte die neu ausgearbeitete Satzung erst einmal auf juristischen Bestand hin prüfen. Als der Vorsitzende des Satzungsausschusses, das Aufsichtsratsmitglied Frenger, seine persönliche Sichtweise des Ausschusses, natürlich entgegen der Geschäftsordnung, vortrug, um dann die verabschiedete Verlautbarung runterzuleiern, wurde schon deutlich, dass der Ausschuss innerhalb der Führung dieses Vereins kein hohes Ansehen geniesst. Offenbar als Beleg für die Unfähigkeit der zehn Personen im Satzungsausschuss wurde dann auch noch Dr. Wolfram Waldner beauftragt anhand zweier Punkte zu demonstrieren, wie schwach doch die „Experten“ gearbeitet haben. Zwar hatte auch er keine Lösung für die Themen, aber er hatte wohl den Auftrag zu verdeutlichen, dass die Meckereien der gewählten Mitglieder des Satzungsausschusses nicht gerechtfertigt seien.
Wir dürfen gespannt sein, welcher Experte des Satzungsrechts am Ende die vom Satzungsausschuss erarbeitet Fassung zu Gemüte führen darf. Auch hier werden sicherlich weder Kosten noch Mühen gescheut.

Sonstige Kuriositäten

Was gab es an Auffälligkeiten an diesem langen Tag zu beobachten?

  1. Fast allen „jüngeren“ Personen wurden mitgebrachte Wasserflaschen am Eingang mit der Begründung abgenommen, dass diese als Wurfgeschoss dienen könnten. Offenbar sind die Stimmgeräte von dieser Funktion nicht erfasst. Außerdem dürfen ältere Frauen und unsere Spieler wohl durchaus dem Vorwurf erhaben sein, irgendwelche Randale anzetteln zu wollen.
  2. Ein Vorstandsmitglied der in das Zelt hinausposaunt „Der 1. FC Kaiserslautern ist kein Ausbildungsbetrieb für Aufsichtsräte“ hat zum Einen jeglichen Respekt verloren und zum Anderen offenbar sein Alter und seinen beruflichen Werdegang vergessen, mit dem er beim 1. FCK in den Aufstand „erpresst“ wurde.
  3. Ein Aufsichtsratsvorsitzender, der angesicht eines Artikels in der FAZ einen anwesenden Journalisten – der kein Mitglied des Vereins ist – auffordert sich erkennen zu geben (nachdem das Zelt den Skalp fordert) und anschließend schwadroniert, dass man zukünftig über Medienausschlüsse nachdenken will, hat keinen Respekt mehr verdient geschweige denn eine Darstellung in einem Medium.
  4. Ein Aufsichtsratsvorsitzender der anstelle seines eigenen Vortrags, einen Kommentar eines Redakteurs vom Medienpartner „Rheinpfalz“ vorliest in dem der bis dahin agierende Aufsichtsrat in den höchsten Tönen gelobt wird und die Fehler der Jahre 2012 bis heute einfach ausgeblendet werden, diese Person sollte keinen elementar wichtigen Posten im 1. FC Kaiserslautern mehr besitzen.
  5. Einen Ehren(los)ratsvorsitzenden der in die johlende Menge hinein beginnt mit den Worten „Da will ich dann auch noch einmal draufhauen“ und den Redakteur der FAZ dann vom Herausgeber der Zeitung gefeuert sehen möchte sollte den Titel „Ehrenrat“ ablegen. Angeblich sind die Mitglieder des Ehrenrats „honorige“ und „seriöse“ Personen die allen Zweifeln erhaben sind. Nein, diese Person ist es definitiv nicht! Diese Person ist eine Schande für diesen Verein.
  6. Die Beantwortung auf den Hinweis, dass man vermeintlich mehrfach Stimmen mit dem Stimmgerät abgeben kann wenn man die Stimmkarten tauscht nicht auf Anhieb widerlegt werden kann. Ein IT-Professor verweist darauf „Das ist nicht möglich. Das müssen Sie mir glauben“. Später muss er dann etwas einlenken, als ihm geflüstert wird, dass es zwar möglich wäre die Stimmen erneut abzugeben, aber diese die erste Abgabe „überlagert“. Ob das so stimmt?
  7. Als nach erfolgter (erfolgreicher) Wahl des Aufsichtsrats alle Spieler und Mitarbeiter des Vereins das Zelt verließen wurde klar, wofür sie angekarrt waren.
  8. Als nach der Veranstaltung ein Tross von ca. 15 „Beratern“ das Zelt verließ wurde deutlich, was dort an externem Wissen aufgefahren wurde.

Fazit

Als Mitglied des 1. FC Kaiserslautern e.V. schäme ich mich für diese Vereinsführung und ihre Handlanger. Für eine Hetzstimmung gegen einen Journalisten. Für eine Stimmung, die für mich an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte erinnert.
Ich gratuliere der Vereinsführung, dass sie diese Inszenierung so perfekt geplant bekommen hat und dabei nicht das Geringste dem Zufall überließ. Auf Facebook wurde ich wegen einem Blog von mir kontaktiert und auf den Kampf in einem anderen Verein hingewiesen. Dabei wurde durchaus der militärische Wortschatz zitiert. Seit dem 23. November 2014 hat sich dieses Bild in meinem Kopf verfestigt und deshalb zutiefst beschämt. Diese Vereinsführung arbeitet mit den subtilsten Mitteln, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Die Angestellten dieses Vereins, zu denen genau diese Vorstände gehörn, tanzen dem „Arbeitgeber“, also dem Mitglied auf der Nase herum und dieser wählt auch noch den Aufsichtsrat nach Wunsch.
Das Schaf wählt seinen eigenen Metzger. Gute Nacht FCK.